Das Filminstitut Hannover ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Fakultät Medien, Information und Design an der Hochschule Hannover. Der Sammlungsschwerpunkt seines Film- und Videoarchivs liegt bei Materialien mit lokalem, regionalem und niedersachsenweitem Bezug. Das Archiv umfasst insgesamt über 7.000 Filmmedien. Darüber hinaus gibt es systematische Sammlungen von Materialien, die im Kontext der Filmproduktion und -rezeption entstanden sind, wie z.B. Schriftgut, Fotografien, Plakate, Presserezensionen und Werbematerialien. Zum Institutsarchiv gehören auch die Archiv- und Sammlungsbestände aus dem 1995 gegründeten Kulturarchiv – Dokumentations- und Forschungsstelle Medien an der Hochschule Hannover sowie jene der Gesellschaft für Filmstudien – Verein zur Förderung filmwissenschaftlicher Arbeit in Niedersachsen e.V. (GFS). In diesem Zusammenhang ist ebenso die Übernahme der Niedersachsen-Medien nach der Auflösung der ehemaligen Landesmedienstelle im Niedersächsischen Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung (NiLS) zu nennen. Ebenso befinden sich das sogenannte Koberg-Archiv und das Horst-Latzke-Archiv als Leihgabe der Stiftung Niedersachsen im Archiv des Filminstituts. Hervorzuheben sind auch die umfangreichen Geschäftsnachlässe von den drei bedeutenden Filmproduktionsfirmen Filmaufbau GmbH Göttingen (1947-1962), Junge Film-Union Bendestorf (1947-1952) und Rudolf W. Kipp-Filmproduktion (1948-1990). In den letzten Jahren werden auch relevante Privatbestände von Filmen mit dokumentarischem Charakter ins Archiv übernommen.