Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler gehörte der Stahlhelm zu jenen Kräften, von denen sich die Kreise um Hindenburg eine wirksame Einhegung der Nationalsozialisten versprachen. Seldte wurde Reichsarbeitsminister und übernahm schließlich die alleinige Führung des Stahlhelm, nachdem der politische Druck gegen den NSDAP-kritischen Duesterberg immer weiter zugenommen hatte. Noch im selben Monat erklärte Seldte seinen Eintritt in die Partei; die schrittweise Eingliederung der Bundesmitglieder in die SA begann.
Gleichschaltung und Auflösung
Unter dem NS-Regime bildeten die Ortsgruppen des Stahlhelms zunächst eine Nische für Konservative – mitunter auch für Sozialdemokraten – doch schon am 28. März 1934 wurden Bundesmitglieder, die noch der Führung Seldtes unterstanden, im Nationalsozialistischen Deutschen Frontkämpferbund (NSDFB) zusammengefasst. Im Zuge des Aufbaus der deutschen Wehrmacht wurde dieser, auf Wunsch Seldtes und auf Anordnung Hitlers, im November 1935 aufgelöst.
Wir danken Herrn Dr. Dennis Werberg, Militärhistoriker am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) Potsdam, herzlich für die Bereitstellung.
Links zu den Quellen im Themenportal
Gründung des Stahlhelm in Magdeburg
Volksbegehren zur Auflösung des preußischen Landtages
Wahlaufruf des Kampfblocks Schwarz-weiß-rot 1932
Recherchemöglichkeiten
Wenn Sie sich für weitere Quellen zum Thema Stahlhelm, wählen Sie über den A–Z Index „Stahlhelm / Bund der Frontsoldaten“ aus und kombinieren Sie dieses thematische Schlagwort mit dem Geografikum „Deutsches Reich“.
In der Objektgalerie unten auf der Startseite des Themenportals finden Sie weitere Quellen zu den Schlagwörtern „Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten“, „Militarismus“ und „Nationalismus“.
Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Es gelten diese Nutzungsbedingungen.