Hinweise zur Nutzung

Das Themenportal Rechte Gewalt kann vielfältig genutzt werden. Hierzu bietet es verschiedene Zugänge für eine zielgerichtete oder freie Informationssuche an.

Im Zentrum des Portals steht eine interaktive Karte. Das reine Kartenmaterial basiert auf Open Historical Map. Die Karte zeigt Fälle rechter Gewalt in Deutschland – zunächst mit einem Schwerpunkt auf rund 200 Todesfälle seit 1990. Hinzu kommen Todesfälle für die Zeit vor 1990 (siehe „Die Klassifikation“), sowie ausgewählte Ereignisse teils nicht-tödlicher rechter Gewalt.

Um die in der Karte angezeigten Fälle gezielt einzugrenzen, stehen mehrere Instrumente zur Verfügung: Die Freitextsuche erlaubt eine direkte Recherche nach beliebigen Begriffen wie Namen, Orten, Daten oder thematischen Stichworten. Über Filter kann nach geographisch-politischen Räumen und Tatmotiven differenziert werden. Ein Zeitstrahl unter der Karte ermöglicht mit Reglern eine Auswahl bestimmter Jahre oder Zeiträume.

Mit der Auswahl eines Falls erscheint eine Kurzbeschreibung. Dieser Teasertext bietet einen ersten Zugang zum jeweiligen Fall. Bei vielen Fällen kann man über einen Link („Mehr zum Fall“) von der Kurzbeschreibung aus auf eine jeweils eigene Seite („Basis-Detailseite“) gelangen.

Die Basis-Detailseite bietet neben der Kurzbeschreibung des Falls weiterführende, externe Informationen und die Zuordnungen zu mindestens einem Tatmotiv und einem Bundesland oder Bezirk. Für die Inhalte verlinkter Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Eine Verlinkung bedeutet keine inhaltliche Übereinstimmung (ausführlicher siehe: Archivportal-D).

Einige ausgewählte Fälle verfügen zudem auf ihrer Detailseite über ein bereits ausgearbeitetes Dossier, also einen redaktionell erstellten Hintergrundtext, der einer Grundstruktur folgt. Sie berichten in eigenen Abschnitten in der Regel über Vorgeschichte, Ablauf, Betroffene, Täter sowie ihre Motive, Ermittlungen und juristische Aufarbeitung, kurzfristige Reaktionen, mittel- und langfristige Auswirkungen, Gedenken, Kontroversen und offene Fragen. Ein besonderes Merkmal wie auch oft einen wissenschaftlichen Mehrwert stellen die Bestandsübersichten dar. Aus arbeitsökonomischen Gründen konnten nicht alle aufgeführten Unterlagen für die Erarbeitung der Texte durch die Redaktion gesichtet und ausgewertet werden. Es besteht auch kein Anspruch auf Vollständigkeit der Auflistung aller thematisch zugehörigen Unterlagen bzw. Bestände. Einige sind zum Beispiel noch nicht erschlossen, andere aus verschiedenen Gründen nicht zugriffsfähig oder auch noch gar nicht an Archive abgegeben, was beispielsweise auf die NSU-Fälle zutrifft. Sofern vorhanden, bereichern Fotos und Dokumente die Falldarstellungen. Letztere sind meist als anklickbare PDF-Datei hinterlegt. Bestandteil der Detailseiten sind ebenfalls Literaturlisten, Angaben zu Zeitzeugenberichten und Hinweise auf weitere nicht-archivische Quellen und Auswertungen, wie beispielsweise Podcasts. Hierbei handelt es sich meist nur um eine enggefasste Auswahl.

All die Fälle, die über solch eine ausführliche Hintergrunddarstellung in Form eines Dossiers verfügen, können von der Startseite aus über ein Karussell-Modul durchgeblättert und aufgerufen werden.

Die Auswahl der Fälle, für die bereits Dossiers entstanden sind, erfolgte nach verschiedenen Kriterien. Einerseits wichtig war der Redaktion Ereignisse rechter Gewalt von herausregender Bedeutsamkeit darzustellen, so die Morde des NSU oder das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen 1992.

Auswahlkriterien bestanden andererseits darin, einen möglichst großen zeitlichen Rahmen in der Geschichte Deutschlands seit 1945 abzudecken als auch darin, eine regionale Verteilung zwischen Nord-, Süd-, Ost- und Westdeutschland sicherzustellen. Das breite Spektrum rechter Gewalt konnte dabei nur angerissen werden, sodass gravierenden Formen rechter Gewalt, wie Terrorismus, Tötungsdelikte und Pogromen mehr Aufmerksamkeit zukommen als z.B. Fällen mit einfacher Körperverletzung. Der Redaktion ist bewusst, dass viele bedeutsame Fälle rechter Gewalt im Themenportal bisher nicht oder nur kurz dargestellt werden. Eine Nicht-Berücksichtigung stellt mithin keine Aussage über die Bedeutung dar. Im Laufe des Projekts kommen weitere Detailseiten und Dossiers hinzu, so beispielsweise zum Oktoberfestattentat.

Zitate sind oftmals elementarer Bestandteil historischer Darstellungen. Offensichtliche orthographische und grammatikalische Fehler darin wurden zum Zwecke der besseren Lesbarkeit redaktionell stillschweigend bereinigt und die Zitate der neuen deutschen Rechtschreibung angepasst. Zitate enthalten unter Umständen gewalttätige Worte, Beleidigungen und Diskriminierungen. Sie entsprechen nicht der Sichtweise der Redaktion, sind jedoch manches Mal notwendig, um Motivlagen konkret aufzuzeigen. Eine weiterführende historische Einordnung ist aus Platzgründen nicht immer möglich.

Über das Betroffenen-Modul auf der Startseite wird ein Zugang zu rechter Gewalt über die Schicksale der direkt betroffenen Menschen geboten. Dies sind sowohl Todesopfer, deren Angehörige als auch Überlebende von rechter Gewalt. Über einen Klick auf den Link „Mehr zum Fall“ gelangt man auf die Detailseite des jeweiligen Falls.

Historische Dokumente enthalten eine Vielzahl, teils auch nicht mehr gebräuchlicher, Abkürzungen. Auch in den Texten finden diese Verwendung. Erfasst sind diese, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, im Abkürzungsverzeichnis.

Wie die unterschiedlichen Zahlen und Zählweisen der Fälle tödlicher rechter Gewalt zustande kommen, wird im Grundlagentext „Die Klassifikation“ erläutert. Hintergründe zur Entstehung des Themenportals können unter „Das Projekt“ nachgelesen werden.

Über Feedback zum Themenportal und Hinweise auf relevante Akten zu rechter Gewalt freut sich die Redaktion und ist für entsprechende Mitteilungen per E-Mail an themenportal-rg [at] bundesarchiv.de (themenportal-rg[at]bundesarchiv[dot]de) dankbar. Diese werden im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten beantwortet bzw. eingearbeitet.

Rechtliche Hinweise

Verwendete Fotos und Dokumente unterliegen den jeweiligen Nutzungsbedingungen der Herkunftsarchive bzw. eventuell der Urheber – eine Weiterverwendung bedarf gegebenenfalls deren Genehmigung. Die Quellen sind nach bestem Wissen an den Objekten selbst angegeben. Ausnahmen von dieser Regel aufgrund von Platzmangel sind:

Die Bildelemente im Karussell-Modul:

Siehe jeweils die verlinkte Seite, auf der das Element erneut gezeigt und die Rechte dort ausgewiesen werden.

Die Bildelemente im Betroffenen-Modul auf der Startseite und den Detailseiten:

  • Mehmet Turgut, Michèle Kiesewetter, Nguyễn Ngọc Châu, Đỗ Anh Lân: Illustration von Thomas Billstein. Aus: Kein Vergessen. Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945. | © 2020 Unrast Verlag e.V., Münster
  • Diverse Platzhalter-Illustrationen für Einzelpersonen oder Personengruppen: Themenportal Rechte Gewalt

Die Bildelemente der Kacheln am Ende der Startseite:

  • „Das Projekt“: Bundesarchiv, B 145 Bild 00049042, Wolfram Fenohr
  • „Die Klassifikation“: Bundesarchiv, Stasi-Unterlagen-Archiv Rostock, Michael Heinz
  • „Die Nutzung“: Landesarchiv Baden-Württemberg

Zuletzt redaktionell aktualisiert am: 22.4.2026

Letzte Aktualisierung: 22.04.2026