Zeitstrahl

Im Zeitstrahl findet man eine chronologische Übersicht über die wichtigsten Ereignisse zur Geschichte der Wiedergutmachung. Die Einträge enthalten neben Abbildungen auch PDF-Links zu erwähnten Dokumenten sowie Hinweise (Mehr dazu) zu externen Internetseiten, die zusätzliche Informationen zum Ereignis bieten. Die Einträge können nach „Entschädigung“, „Rückerstattung“, „Internationale Abkommen“ und „SBZ/DDR“ sowie nach wichtigen Ereignissen der „Zeitgeschichte“ gefiltert werden. Die Auswahl im Zeitstrahl wird weiter ergänzt. Die bisherige Zeittafel kann hier eingesehen werden. 

Letzte Aktualisierung: 01.09.2026
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1945

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Mai

Juni

  • 5. Juni 1945
    Frankreich, Großbritannien, die Sowjetunion und die USA übernehmen die oberste Regierungsgewalt in Deutschland und bilden einen gemeinsamen Alliierten Kontrollrat. Deutschland und Berlin werden in vier Besatzungszonen beziehungsweise Sektoren eingeteilt.
    Berliner Deklaration der Vier Mächte ABl. KR Ergänzungsbl. Nr. 1, S. 7–12

Juli

  • 9. Juli 1945
    Errichtung der Länder und Verwaltungseinheiten Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durch die sowjetische Besatzungsmacht.
  • 17. Juli 1945
    Beginn der Konferenz von Potsdam. Die Siegermächte USA, UdSSR und Großbritannien beschließen die Grundsätze der Behandlung des besiegten Deutschlands: Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Dekartellisierung, Demokratisierung und Dezentralisierung. Hinsichtlich der Reparationen einigen sie sich auf die Aufteilung in eine sogenannte Ost- und in eine Westmasse. Die Besatzungsmächte sollen sich vorrangig aus ihren Besatzungszonen bedienen.
    Mitteilung über die Dreimächtekonferenz ABl. KR. Ergänzungsbl. Nr. 1, S. 13–20

September

Oktober

November

  • 20. November 1945
    In Nürnberg beginnt vor dem Internationalen Militärgerichtshof der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher.

Dezember

  • 4. Dezember 1945
    Erlass der zonenpolitischen Anweisung HQ 2900 Nr. 20 der Britischen Militärregierung. Sie regelt die Gewährung von staatlichen Hilfeleistungen für frühere Häftlinge der Konzentrationslager und NS-Verfolgte. Sie bildet den administrativen Grundstein der Entschädigung in der Britischen Besatzungszone.

1946

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Januar

  • 14. Januar 1946
    Unterzeichnung des Pariser Reparationsabkommens über die Aufteilung der sogenannte Westmasse der Reparationen. Es werden u.a. Reparationsquoten, die Errichtung einer interalliierten Reparationsagentur und die Verwendung von Gold zur Wiedergutmachung nicht-repatriierbarer Opfer der NS-Verfolgung vereinbart.
    Pariser Reparationsabkommen BT-StenBer. Bd. 12, S. 9552–9555

März

Juli

August

November

1947

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Januar

  • 1. Januar 1947
    Bildung des Vereinigten Wirtschaftsgebiets (Bizone) aus der Amerikanischen und Britischen Besatzungszone durch Inkrafttreten des am 2. Dezember 1946 unterzeichneten Memorandum of Agreement Between the United States and the United Kingdom on Economic Fusion of Their Respective Zones of Occupation in Germany (Cmd. 6984)

Februar

März

April

  • 29. April 1947
    Erlass der Kontrollratsdirektive Nr. 50. Sie regelt die Verfügung über das beschlagnahmte Vermögen der NS- und Militärorganisationen, insbesonders deren Rückerstattung an die verfolgten Organisationen wie zum Beispiel Gewerkschaften.
    Kontrollratsdirektive Nr. 50 ABl. KR 1947, S. 275–278

Mai

Juni

August

Oktober

November

1948

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März

April

  • 29. April 1948
    Mit dem Befehl Nr. 82 des Obersten Chefs der Sowjetischen Militärverwaltung und des Oberbefehlshabers der Gruppe der sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland erhalten bestimmte „demokratische Organisationen" ihr in der NS-Zeit entzogenes Eigentum in der Sowjetischen Besatzungszone zurück.
    SMAD-Befehl Nr. 82/48 RegBl. Mecklenburg 1948, S. 76

Mai

Juni

  • 20. Juni 1948
    Die Währungsreform tritt in den westlichen Besatzungszonen in Kraft, mit der die Deutsche Mark (DM) die alte Reichsmark und die zu ihr im Verhältnis 1:1 notierende Rentenmark als Zahlungsmittel ablöst.
  • 23. Juni 1948
    In der Sowjetischen Besatzungszone wird mit einer Währungsreform eine eigene Währung eingeführt. Mit den Währungsreformen in den östlichen und westlichen Besatzungszonen wird die faktische Teilung Deutschlands weiter vertieft.
  • 24. Juni 1948 – 12. Mai 1949
    Sowjetische Truppen sperren alle Zufahrtswege nach West-Berlin. Damit beginnt die Berliner Blockade, die erst am 12. Mai 1949 endete.
  • 29. Juni 1948
    Mit der „Verordnung Nr. 164 über die Entschädigung der Opfer des Nazismus“ des französischen Oberkommandos in Deutschland wird eine Vorgabe für die Entschädigungsgesetzgebung in den Ländern der Französischen Besatzungszone geschaffen.
    Verordnung Nr. 164 Journal officiel 1948, S. 1583–1585

Juli

August

  • 10. – 23. August 1948
    Einberufen durch die Ministerpräsidenten der Länder der westlichen Besatzungszonen beginnt der Verfassungskonvent von Herrenchiemsee. Hier wird ein Verfassungsentwurf erstellt, der schließlich für die Ausarbeitung eines Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland maßgeblich wird.
  • 22. August 1948
    In den westlichen Besatzungszonen (Vereinigtes Wirtschaftsgebiet, Trizone) wird mit dem „Gesetz über die Behandlung der Verfolgten des Nationalsozialismus in der Sozialversicherung“ die Wiedergutmachung im Bereich der Kranken- und Rentenversicherung geregelt.

September

1949

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Februar

April

Mai

Juli

August

September

Oktober

  • 5. Oktober 1949
    In der Sowjetische Besatzungszone wird von der Deutschen Wirtschaftskommission die „Anordnung zur Sicherung der rechtlichen Stellung der anerkannten Verfolgten des Naziregimes“ erlassen. Sie regelte den Erhalt von Fürsorgeleistung für NS-Verfolgte.
    Anordnung zur Stellung VdN ZVOBl. SBZ 1949 I, S. 765–766
  • 7. Oktober 1949
    In der Sowjetischen Besatzungszone tritt die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in Kraft, Gründung der DDR.
    DDR-Verfassung 1949 GBl. DDR 1949, S. 5–16

November

1950

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Januar

Februar

März

Mai

September

November

1951

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Januar

März

Mai

Juli

August

September

  • 27. September 1951
    Bundeskanzler Konrad Adenauer erkennt in seiner Regierungserklärung vor dem Deutschen Bundestag die Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland für die NS-Verbrechen und die Pflicht zur moralischen und materiellen Wiedergutmachung an.
    Regierungsklärung des Bundeskanzlers BTag Stenogr. Berichte. 1. WP. 165. Sitzung, S. 6697 f.

1952

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Februar

März

April

Mai

  • 26. Mai 1952
    Unterzeichnung des „Vertrages über die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Drei Mächten“, der das bis dahin geltende Besatzungsstatut ablöst. Die Bundesrepublik Deutschland erhält ihre nur noch durch die offene deutsche Frage eingeschränkte Souveränität. Den Drei Mächten Frankreich, Großbritannien und den Vereinigte Staaten werden Besatzungsvorbehalte in Bezug auf Deutschland als Ganzes, die Wiedervereinigung und den Abschluss eines Friedensvertrages eingeräumt. Der Vertrag tritt am 5./6. Mai 1955 in aktualisierter Fassung als Teil der Pariser Verträge in Kraft.
    Deutschlandvertrag BGBl. 1955 II, S. 305–321

Juli

  • 8. Juli 1952
    Bremen: Gesetz über eine bremische Abgeltung der Wiedergutmachungsansprüche aus dem Gesetz zur Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts (Bremisches Abgeltungsgesetz)
  • 15. Juli 1952
    Beschluss der Bundesregierung über die Errichtung eines Härtefonds für rassisch Verfolgte nicht jüdischen Glaubens beziehungsweise für von den Nürnberger Gesetzen Betroffene (HNG-Fonds). Dieser Fonds für Verfolgte, die aufgrund der nationalsozialistischen Rassenideologie als Juden verfolgt worden waren, aber keiner jüdischen Glaubensgemeinschaft angehörten, wurde im Zusammenhang mit den Verhandlungen zum Luxemburger Abkommen und den Haager Protokollen als gesonderter Härtefonds aufgelegt.
  • 23. Juli 1952
    Beginn der Auflösung der Länder in der DDR durch den Erlass des „Gesetzes über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der DDR“. Die fünf Länder gingen in 14 Bezirken auf. Berlin (Ost) bildet als eigene Verwaltungseinheit faktisch den 15. Bezirk.
  • 25. Juli 1952
    In der DDR wird das erste deutsche Wiedergutmachungsgesetz durch das „Gesetz zur Aufhebung des Wiedergutmachungsgesetzes des Landes Thüringen“ vom 14. September 1945 aufgehoben.

August

September

  • 10. September 1952
    Unterzeichnung des Luxemburger Abkommens und der Haager Protokolle zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel sowie der Conference on Jewish Material Claims Against Germany.
    Luxemburger Abkommen BGBl. 1953 II, S. 35–97  

Oktober

November

1953

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Februar

  • 27. Februar 1953
    Abschluss des Londoner Schuldenabkommens. Das Vetragswerk regelt die Rückzahlung der deutsche Auslandsschulden. Außerdem wird festgelegt, dass die Prüfung der aus dem Zweiten Weltkriege herrührenden Forderungen von Staaten, die sich mit Deutschland im Kriegszustand befanden oder deren Gebiet von Deutschland besetzt war, und von Staatsangehörigen dieser Staaten bis zu der endgültigen Regelung der Reparationsfrage zurückgestellt wird. Da die Regelung der Reparationsfrage im Pariser Reparationsabkommen auf den Zeitpunkt des Abschlusses eines Friedensvertrages vertagt worden war, sah sich die Bundesregierung von ausländischen Wiedergutmachungsforderung auf unbekannte Zeit freigestellt.
    Londoner Schuldenabkommen BGBl. 1953 II, S. 331–485

April

Juni

  • 17. Juni 1953
    Volksaufstand in der DDR. Die Menschen in Ost-Berlin und in der DDR protestieren gegen die politische und wirtschaftliche Situation. Die sowjetische Besatzungsmacht schlägt mit Militär den Aufstand nieder.

Juli

August

September

  • 6. September 1953
    Wahl zum 2. Deutschen Bundestag
  • 18. September 1953
    Mit dem „Bundesergänzungsgesetz zur Entschädigung für Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung (BEG)“ wird die erste bundeseinheitliche Regelung zur Entschädigung von NS-Unrecht geschaffen. Das Gesetz lehnt sich eng an die Regelungen des USEG an.
    Bundesergänzungsgesetz BGBl. 1953 I, S. 1387–1408

Oktober

  • 20. Oktober 1953
    Wahl Konrad Adenauers zum Bundeskanzler, Bildung Kabinett Adenauer II (CDU/CSU, FDP, GB/BHE, DP)

1954

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September

November

Dezember

1955

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April

Mai

  • 14. Mai 1955
    Gründung des Warschauer Pakts (Warschauer Vertrag, Warschauer Vertragsorganisation)
  • 15. Mai 1955
    Staatsvertrag betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich zwischen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland, den Vereinigten Staaten von Amerika und Frankreich einerseits und Österreich andererseits

Juni

August

September

  • 23. September 1955
    Hallstein-Doktrin: Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik Deutschland gegenüber der DDR, d. h. Abbruch bzw. Nicht-Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Staaten, die diplomatische Beziehungen zur DDR pflegen bzw. aufnehmen.

1956

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März

April

Juni

  • 29. Juni 1956
    Verkündung des „Bundesgesetzes zur Entschädigung für Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung“, das die bisherigen Regelungen des Bundesergänzungsgesetzes ersetzt. Das auch als Bundesentschädigungsgesetz (BEG) bezeichnete Gesetz bildet das zentrale Regelungswerk für die Entschädigung von NS-Unrecht in der Bundesrepublik Deutschland.
    Bundesentschädigungsgesetz BGBl. 1956 I, S. 559–596

Dezember

  • 18. Dezember 1956
    Erlass der „Elften Verordnung über Ausgleichsleistungen nach dem Lastenausgleichsgesetz“ (11. Leistungsdurchführungsverordnung).“ Die Verordnung regelt die Leistungen im Rahmen des Lastenausgleichsgesetzes für NS-Verfolgte, die bereits vor der Vertreibung 1945 ihre Heimat aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung verlassen mussten (sog. „Fiktivvertriebene“).

1957

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Januar

  • 1. Januar 1957
    Saarland: Eingliederung in die Bundesrepublik Deutschland

Februar

März

Mai

Juli

August

September

Oktober

  • 29. Oktober 1957
    Wahl Konrad Adenauers zum Bundeskanzler, Bildung Kabinett Adenauer III (CDU/CSU, DP).

November

  • 5. November 1957
    Mit dem Allgemeinen Kriegsfolgengesetz (eigentl. Gesetz zur allgemeinen Regelung durch den Krieg und den Zusammenbruch des Deutschen Reiches entstandener Schäden) können u.a. NS-Verfolgte, die keinen Anspruch nach dem Bundesentschädigungsgesetz besitzen, Verfolgungsschäden geltend machen. Allerdings müssen die Forderungen innerhalb einer Frist von einem Jahr angemeldet werden und die Entschädigung erfolgt auf relativ niedrigem Niveau.
    Allgemeines Kriegsfolgengesetz BGBl. 1957 I, S. 1747–1777

1958

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Februar

  • 22. Februar 1958
    Erlass der „Verordnung über die Stiftung der Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933–1945“. Die Verleihung der Medaille ist mit einem Ehrensold verbunden. Mit ihr wird wie vor 1949 in der SBZ wieder eine Unterscheidung zwischen „Kämpfern“ und „Opfern“ bei der Versorgung von NS-Verfolgten eingeführt.

April

  • 28. April – 29. August 1958
    Beginn des Ulmer Einsatzgruppenprozesses

Juni

  • 25. Juni 1958
    Das „Gesetz zur Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts in der Kriegsopferversorgung“ (BWK) regelte die Wiedergutmachung in der Versorgung der aufgrund nationalsozialistischen Unrechts aus der Kriegsopferversorgung ausgeschlossen Veteranen des Ersten Weltkrieges.
    BWK BGBl. 1958 I, S. 412 f.

Dezember

  • 1. Dezember 1958
    Beginn der Tätigkeit der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg.

1959

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Februar

Juni

Juli

  • 11. Juli 1959
    Unterzeichnung des „Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Großherzogtum Luxemburg“. Der Vertrag sieht u.a. die Zahlung einer Globalsumme aufgrund nationalsozialistischer Verfolgungsmaßnahmen vor.
    Globalabkommen mit Luxemburg BGBl. 1960 II, S. 2077–2108

August

1960

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Februar

  • 25. Februar 1960
    Gesetz zur Neuregelung des Fremdrenten- und Auslandsrentenrechts und zur Anpassung der Berliner Rentenversicherung an die Vorschriften des Arbeiterrentenversicherungs-Neuregelungsgesetzes und des Angestelltenversicherungs-Neuregelungsgesetzes (Fremdrenten- und Auslandsrenten-Neuregelungsgesetz)

März

  • 14. März 1960
    Erstes Zusammentreffen zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem israelischen Premierminister David Ben-Gurion im New Yorker Hotel Waldorf Astoria.
  • 18. März 1960
    Unterzeichnung des „Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Griechenland über Leistungen zugunsten griechischer Staatsangehöriger, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen worden sind“.
    Globalabkommen mit Griechenland BGBl. 1961 II, S. 1596–1598

April

  • 8. April 1960
    Unterzeichnung des „Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich der Niederlande über die Regelung finanzieller Fragen und über Leistungen zugunsten niederländischer Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung“ (Finanzvertrag).
    Globalabkommen mit den Niederlanden BGBl. 1963 II, S. 629–645

Juni

Juli

  • 15. Juli 1960
    Unterzeichnung des „Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über Leistungen zugunsten französischer Staatsangehöriger, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen worden sind“.
    Globalabkommen mit Frankreich BGBl. 1961 II, S. 1029–1033

September

  • 28. September 1960
    Unterzeichnung des „Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Belgien über Leistungen zugunsten belgischer Staatsangehöriger, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen worden sind“.
    Globalabkommen mit Belgien BGBl. 1961 II, S. 1037–1039

Oktober

  • 5. Oktober 1960
    Unterzeichnung des Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und dem Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge über zusätzliche Leistungen zugunsten von Flüchtlingen im Sinne der Genfer Konvention, die unter nationalsozialistischer Gewaltherrschaft aus Gründen der Nationalität geschädigt worden waren. Die Regelung betrifft insbesonders die nach 1945 nach Westeuropa geflohenen sog. Nationalgeschädigten aus Polen und der Sowjetunion.

1961

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April

  • 11. April – 15. Dezember 1961
    Beginn des Eichmann-Prozesses in Jerusalem
  • 24. April 1961
    Abschluss einer Globalvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien über die Entschädigung für Opfer pseudomedizinischer Versuche.

Juni

  • 2. Juni 1961
    Unterzeichnung des „Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Italienischen Republik über Leistungen zugunsten italienischer Staatsangehöriger, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen worden sind“.
    Globalabkommen mit Italien BGBl. 1963 II, S. 791–797
  • 29. Juni 1961
    Unterzeichnung des „Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über Leistungen zugunsten von Schweizerbürgern, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen worden sind".
    Globalabkommen mit der Schweiz BGBl. 1963 II, S. 155 f.

August

September

November

  • 14. November 1961
    Wahl Konrad Adenauers zum Bundeskanzler, Bildung Kabinett Adenauer IV (CDU/CSU, FDP).
  • 27. November 1961
    Unterzeichnung des „Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreich zur Regelung von Schäden der Vertriebenen, Umsiedler und Verfolgten, über weitere finanzielle Fragen und Fragen aus dem sozialen Bereich" (Finanz- und Ausgleichsvertrag).

1962

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Mai

September

1963

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Januar

  • 22. Januar 1963
    Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch-französische Zusammenarbeit (Élysée-Vertrag)

September

  • 7. September 1963
    Zusatzvereinbarung zur Globalvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien über die Entschädigung für Opfer pseudomedizinischer Versuche 

Oktober

  • 15. Oktober 1963
    Rücktritt Konrad Adenauers als Bundeskanzler
  • 16. Oktober 1963
    Wahl Ludwig Erhards zum Bundeskanzler, Bildung Kabinett Erhard I (CDU/CSU, FDP)

Dezember

  • 20. Dezember 1963 – 20. August 1965
    Beginn des 1. Auschwitzprozesses in Frankfurt am Main

1964

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Juni

  • 9. Juni 1964
    Unterzeichnung des „Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland über Leistungen zugunsten britischer Staatsangehöriger, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen worden sind“.
    Globalabkommen mit Großbritannien BGBl. 1964 II, S. 1032–1036

August

  • 3. August 1964
    Unterzeichnung des „Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Schweden über Leistungen zugunsten von schwedischen Staatsangehörigen, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen worden sind“.
    Globalabkommen mit Schweden BGBl. 1964 II, S. 1402–1404

September

1965

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April

Mai

September

  • 14. September 1965
    Mit dem „Zweiten Gesetz zur Änderung des Bundesentschädigungsgesetzes (BEG-Schlussgesetz)“ erfährt das Bundesentschädigungsgesetz über 100 Änderungen und Ergänzungen. Neue Entschädigungsanträge können, dem Namen des Gesetzes entsprechend, nur noch bis zum 31. Dezember 1969 gestellt werden.
    BEG-Schlussgesetz BGBl. 1965 I, S. 1315-1340
  • 19. September 1965
    Wahl zum 5. Deutschen Bundestag

Oktober

  • 26. Oktober 1965
    Wahl Ludwig Erhards zum Bundeskanzler, Bildung Kabinett Erhard II (CDU/CSU, FDP)

Dezember

1966

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August

September

November

Dezember

1967

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Februar

August

  • 30. August 1967 – 14. Juni 1968
    Beginn des 3. Auschwitzprozesses in Frankfurt am Main

1968

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Februar

1969

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September

Oktober

  • 21. Oktober 1969
    Wahl Willy Brandts zum Bundeskanzler, am Folgetag Bildung Kabinett Brandt I (SPD, FDP)
  • 30. Oktober 1969
    Abschluss einer Globalvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik über die Entschädigung für Opfer pseudomedizinischer Versuche.
    Globalvereinbarung mit der ČSSR BArch, B 136/7295, Bl. 8–10

1970

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Februar

  • 6. Februar 1970
    Mit dem Abkommen über die Finanzierung von Gesundheitsschadensrenten von in Israel lebenden jüdischen NS-Verfolgten (Dinstein-Abkommen) beteiligt sich die Bundesrepublik an der Entschädigung von Gesundheitsschäden, die nach dem Luxemburger Abkommen eigentlich ausgeschlossen waren.

August

  • 12. August 1970
    Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (Moskauer Vertrag)

Dezember

1971

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Januar

Mai

  • 3. Mai 1971
    Rücktritt Walter Ulbrichts als 1. Sekretär des ZK der SED, Nachfolger wird Erich Honecker

September

  • 8. September 1971
    Das Präsidium des Ministerrates der DDR beschließt Maßnahmen zur Verbesserung der Leistung für Kämpfer gegen den Faschismus und für Verfolgte des Faschismus sowie für deren Hinterbliebene.
    Beschluss DDR-Ministerrat Leistungen BArch, DC 20-I/4/2525, Bl. 18–21

1972

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Februar

  • 20. Februar 1972
    Unterzeichnung eines Kapitalhilfeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien. Die Gewährung finanzieller und wirtschaftlicher Hilfen ist eine Form der indirekten Wiedergutmachung durch die Bundesregierung (Brioni-Formel).

April

  • 27. April 1972
    Scheitern des Misstrauensvotums gegen Willy Brandt als Bundeskanzler

Mai

  • 17. Mai 1972
    Die sogenannten Ostverträge mit der Sowjetunion und Polen werden vom Deutschen Bundestag ratifiziert. Die damals in der Bundesrepublik Deutschland stark umstrittenen Verträge führen zu einer Normalisierung der Beziehungen zu den Staaten des Ostblocks.

November

Dezember

  • 14. Dezember 1972
    Wahl Willy Brandts zum Bundeskanzler, am Folgetag Bildung Kabinett Brandt II (SPD, FDP)
  • 21. Dezember 1972
    Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR

1973

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September

  • 18. September 1973
    Aufnahme der beiden deutschen Staaten in die Vereinten Nationen

Dezember

1974

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März

  • 18. März 1974
    Das Präsidium des Ministerrates beschließt, die „Richtlinien für die Anerkennung als Verfolgte des Naziregimes“ außer Kraft zu setzen. Damit sind keine Neuanmeldungen auf Anerkennung von NS-Verfolgten in der DDR mehr möglich.
    Beschluss Außerkraftsetzung Richtlinien BArch, DC 20-I/4/3036, Bl. 125–133/4

Mai

  • 6. Mai 1974
    Rücktritt Willy Brandts als Bundeskanzler im Zusammenhang mit der Guillaume-Affäre.
  • 16. Mai 1974
    Wahl Helmut Schmidts zum Bundeskanzler, Bildung Kabinett Schmidt I (SPD, FDP)

Dezember

  • 10. Dezember 1974
    Abschluss des „Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien über die Gewährung von Kapitalhilfe“. Die Gewährung finanzieller und wirtschaftlicher Hilfen erfolgt durch die Bundesregierung als indirekte Wiedergutmachung (Brioni-Formel).

1975

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August

Oktober

November

  • 26. November 1975 – 30. Juni 1981
    Beginn des Majdanek-Prozesses vor dem Landgericht Düsseldorf

1976

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Januar

September

Oktober

Dezember

  • 15. Dezember 1976
    Wahl Helmut Schmidts zum Bundeskanzler, Bildung Kabinett Schmidt II (SPD, FDP)

1980

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Oktober

  • 3. Oktober 1980
    Die Bundesregierung erlässt „Richtlinien für die Vergabe von Mitteln an jüdische Verfolgte zur Abgeltung von Härten in Einzelfällen im Rahmen der Wiedergutmachung" (Hardship-Fund). Die Regelung betrifft vor allem die nach Schluss der Antragsfristen des Bundesentschädigungsgesetzes aus Osteuropa ausgewanderten jüdischen Verfolgten.
    Hardship-Fund 1980 BAnz Nr. 192, 14. Oktober 1980, S. 1
  • 5. Oktober 1980
    Wahl zum 9. Deutschen Bundestag

November

  • 5. November 1980
    Wahl Helmut Schmidts zum Bundeskanzler, Bildung Kabinett Schmidt III (SPD, FDP)

Dezember

  • 15. Dezember 1980
    Das Bundesministerium der Finanzen erlässt eine Härteregelung für Zwangssterilisierte. Die von den bisherigen Entschädigungsregelungen ausgeschlossenen Beroffenen erhalten so die Möglichkeit einer Entschädigungszahlung.

1981

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März

August

  • 18. August 1981
    Vereinbarung über die Neufassung des Abkommen vom 20./25. Februar 1968 über die Zahlung eines Verwaltungskostenbeitrags der Bundesrepublik Deutschland an den Staat Israel für die Tätigkeit israelischer Regierungsstellen auf den Gebieten der Wiedergutmachung und des Lastenausgleichs

November

Dezember

  • 11. Dezember 1981
    Beginn des dreitägigen Treffens von Helmut Schmidt und Erich Honeckers am Werbellinsee

1982

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September

  • 17. September 1982
    Ende der sozialliberalen Koalition und Bundesregierung

Oktober

  • 1. Oktober 1982
    Erfolgreiches konstruktives Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt, Helmut Kohl wird neuer Bundeskanzler.
  • 4. Oktober 1982
    Bildung Kabinett Kohl I (CDU/CSU, FDP)

1983

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März

  • 6. März 1983
    Vorgezogene Wahl zum 10. Deutschen Bundestag
  • 29. März 1983
    Wahl Helmut Kohls zum Bundeskanzler, am Folgetag Bildung Kabinett Kohl II (CDU/CSU, FDP)

1984

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Oktober

1985

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Mai

  • 8. Mai 1985
    Rede des Bundespräsidenten Richard Freiherr von Weizsäcker zum 40. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges, in der der 8. Mai 1945 als „Tag der Befreiung“ bezeichnet wurde

Oktober

1986

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Oktober

1987

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März

  • 11. März 1987
    Wahl Helmut Kohls zum Bundeskanzler, am Folgetag Bildung Kabinett Kohl III (CDU/CSU, FDP)

August

September

  • 7. – 11. September 1987
    Besuch Erich Honeckers in der Bundesrepublik Deutschland

November

  • 25. November 1987
    Wahl zum 11. Deutschen Bundestag
  • 30. November 1987
    Notenwechsel zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Großherzogtum Luxemburg über die Leistung der Bundesrepublik Deutschland an die Luxemburger Stiftung „Altenhilfe“ zur Unterstützung ehemaliger Zwangsrekrutierter und deren Familien 

Dezember

1988

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März

Dezember

1989

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Oktober

  • 9. Oktober 1989
    Mit der erstmals ohne staatliche Gewalteingriffe stattfindenden Montagsdemonstration in Leipzig beginnt die friedliche Revolution in der DDR.
  • 18. Oktober 1989
    Erich Honeckers erklärt seinen Rücktritt als Generalsekretär des ZK der SED und als Vorsitzender des Staatsrates der DDR auf der 9. Tagung des ZK der SED. Sein Nachfolger wird Egon Krenz.
  • 24. Oktober 1989
    Abberufung Erich Honeckers und Wahl Egon Krenz‘ zum Staatsratsvorsitzenden auf der 10. Tagung der 9. Volkskammer der DDR.

November

Dezember

  • 3. Dezember 1989
    DDR: Rücktritt von Egon Krenz als SED-Generalssekretär und am 6. Dezember 1989 als Vorsitzender des Staatsrates

1990

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März

April

  • 12. April 1990
    Die erste frei gewählte Volkskammer der DDR erklärt in einem fraktionsübergreifenden Beschluss die Bereitschaft zur gerechten materiellen Entschädigung von insbesondere jüdischen NS-Verfolgten in der DDR.
    Erklärung der Volkskammer Plenarprotokoll der Volkskammersitzung vom 12. April 1990, S. 23 f.
  • 18. April 1990
    DDR: Wahl Lothar de Maizières zum Ministerpräsidenten, Bildung Regierung de Maizière (CDU/DA, DSU, SPD, BFD)

Mai

  • 18. Mai 1990
    Abschluss des Vertrages über die Schaffung einer innerdeutschen Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion

Juni

  • 28. Juni 1990
    DDR: Gesetz zur Angleichung der Bestandsrenten an das Nettoniveau der Bundesrepublik Deutschland und zu weiteren rentenrechtlichen Regelungen (Rentenangleichungsgesetz), das auch die Umstellung der Ehrenpensionen von DDR-Mark in DM in gleicher Höhe regelt.
    Rentenangleichungsgesetz Gesetz zur Angleichung der Bestandsrenten an das Nettoniveau der Bundesrepublik Deutschland und zu weiteren rentenrechtlichen Regelungen | GBl. DDR 1990 I, S. 495–500 PDF

Juli

  • 1. Juli 1990
    Innerdeutsche Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion
  • 16. Juli 1990
    Treffen Helmut Kohls und Michail Gorbatschows im Kaukasus, Durchbruch auf dem Weg zur Deutschen Einheit

August

  • 23. August 1990
    DDR: Die Volkskammer erklärt den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes mit der Wirkung vom 3. Oktober 1990
  • 31. August 1990
    Der „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands (Einigungsvertrag)“ wird unterzeichnet. Es wird darin auch die vorläufige Weitergeltung der DDR-Ehrenpensionsverordnung vom 20. September 1976 bis zum 31. Dezember 1991 vereinbart.

September

  • 12. September 1990
    Unterzeichnung des „Vertrages über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland“ (Zwei-Plus-Vier-Vertrag) durch die Vier Mächte und die beiden deutschen Staaten. Der Vertrag ebnet den außenpolitischen Weg zur Deutschen Einheit und stellt die Souveränität des wiedervereinigten Deutschlands her.
    Zwei-Plus-Vier-Vertrag BGBl. 1990 II, S. 1318–1329
  • 18. September 1990
    Abschluss der „Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik zur Durchführung und Auslegung des Einigungsvertrages“. Die Vereinbarung hält in Artikel 2 fest, dass das wiedervereinigte Deutschland für eine gerechte Entschädigung materieller Verluste der Opfer des NS-Regimes eintreten und mit der Jewish Claims Conference eine Fondslösung für Härteleistungen für bisher unberücksichtigte Betroffene vereinbaren wird.
    Vereinbarung zum Einigungsvertrag BGBl. 1990 II, S. 1239–1245
  • 23. September 1990
    Das kurz vor der Wiedervereinigung noch von der Volkskammer der DDR beschlossene „Gesetz zur Regelung offener Vermögensfragen (Vermögensgesetz)“ regelt u.a. die Ansprüche für zwischen 1933 und 1945 verfolgungsbedingt eingezogenes Eigentum auf dem Gebiet der DDR.
    Vermögensgesetz BGBl. 1990 II, S. 1159–1168

Oktober

  • 3. Oktober 1990
    Wiederherstellung der Deutschen Einheit.
  • 8. Oktober 1990
    Bekanntmachung der Vereinbarung vom 27./28. September 1990 zu dem Vertrag über die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Drei Mächten (in der geänderten Fassung) sowie zu dem Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen (in der geänderten Fassung)
    Bekanntmachung zu Überleitungsvertrag BGBl. 1990 II, S. 1386–1389

Dezember

1991

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April

  • 22. April 1991
    Mit dem „Gesetz über Entschädigungen für Opfer des Nationalsozialismus im Beitrittsgebiet (Entschädigungsrentengesetz)“ wird eine Regelung für die Entschädigungen von NS-Verfolgte in den Neuen Ländern geschaffen. Diese sieht die Weiterzahlung der Ehrenpensionen als Entschädigungsrenten ohne Unterscheidung in Kämpfer und Verfolgte vor. Das Gesetz eröffnet auch NS-Verfolgten, denen zuvor in der DDR die Ehrenpensionen versagt worden waren, die Möglichkeit, einen Neuantrag zu stellen.
    Entschädigungsrentengesetz BGBL. 1992 I, S. 906–908

Oktober

  • 16. Oktober 1991
    Notenwechsel zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über die finanzielle Unterstützung der „Stiftung Deutsch-Polnische Aussöhnung“.

November

  • 17. November 1991
    Wahl Helmut Kohls zum Bundeskanzler, am Folgetag Bildung Kabinett Kohl IV (CDU/CSU, FDP)

1992

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Mai

Oktober

  • 29. Oktober 1992
    Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Conference on Jewish Material Claims Against Germany wird eine Vereinbarung gemäß Artikel 2 der Vereinbarung zum Einigungsvertrag (Artikel-2-Vereinbarung) getroffen. Diese sieht eine Fondslösung für Härteleistungen für bisher unberücksichtige Betroffene vor.

1993

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April

  • 16. April 1993
    Notenwechsel der Bundesrepublik Deutschland mit der Republik Belarus, der Russischen Föderation und der Ukraine über die finanzielle Unterstützung der in den jeweiligen Ländern zu gründenden Stiftungen „Verständigung und Aussöhnung“.

1994

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September

Oktober

November

1995

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Juni

  • 22. Juni 1995
    Regierungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Estland über die Finanzierung konkreter sozialer Projekte für individuelle Bedürfnisse der NS-Opfer in Estland.

September

  • 19. September 1995
    Unterzeichnung des „Abkommens zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über abschließende Leistungen zugunsten bestimmter Staatsangehöriger der Vereinigten Staaten, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen worden sind.

1996

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Juli

  • 26. Juli 1996
    Regierungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Litauen über die Finanzierung konkreter sozialer Projekte für individuelle Bedürfnisse der NS-Opfer in Litauen.

November

  • 14. November 1996
    Beschluss des Bundestagshaushaltsausschusses über eine Verpflichtungsermächtigung für Zuschüsse an einzurichtende Stiftungen zur „Verständigung und Aussöhnung“ in den Staaten Mittel- und Osteuropas.

1997

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Dezember

1998

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Januar

  • 1. Januar 1998
    Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und der Jewish Claims Conference (JCC) über einen Finanzbeitrag der Bundesrepublik Deutschland zu einem von der JCC zu errichtenden Fonds zur Entschädigung von jüdischen NS-Verfolgten in mittel- und osteuropäischen Staaten (Osteuropa-Fonds, CEEF).

August

September

Oktober

  • 27. Oktober 1998
    Wahl Gerhard Schröders zum Bundeskanzler, Bildung Kabinett Schröder I (SPD, Grüne)

Dezember

1999

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Januar

  • 25. Januar 1999
    Zusatzvereinbarung zum Abkommen zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über abschließende Leistungen zugunsten bestimmter Staatsangehöriger der Vereinigten Staaten, die von nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen betroffen worden sind, vom 19. September 1995 (TIAS Nr. 13019)

2000

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Juli

  • 17. Juli 2000
    Abschluss des Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika über die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“. Die EVZ-Stiftung wird je zur Hälfte von der deutschen Wirtschaft und von der Bundesregierung getragen und regelt die Entschädigung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern.

August

2002

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Juni

  • 20. Juni 2002
    Das „Gesetz zur Zahlbarmachung von Renten aus Beschäftigungen in einem Ghetto und zur Änderung des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch“) ermöglicht für die Arbeit in einem Ghetto, die keine Zwangsarbeit gewesen und bisher ohne sozialversicherungsrechtliche Berücksichtigung geblieben war, Rentenzahlungen.
    ZRBG BGBl. 2002 I, S. 2074 f.

September

Oktober

  • 22. Oktober 2002
    Wahl Gerhard Schröders zum Bundeskanzler, Bildung Kabinett Schröder II (SPD, Grüne)

2003

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Dezember

2005

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Februar

September

November

  • 22. November 2005
    Wahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin, Bildung Kabinett Merkel I (CDU/CSU, SPD)

2007

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Oktober

  • 1. Oktober 2007
    Die Bundesregierung erlässt eine Richtlinie über eine Anerkennungsleistung an Verfolgte für Arbeit in einem Ghetto, die keine Zwangsarbeit war und bisher ohne sozialversicherungsrechtliche Berücksichtigung geblieben ist (Anerkennungsrichtlinie). Dadurch erhalten Betroffene, die bisher keine Renten nach ZRBG beziehen konnten, die Möglichkeit, Einmalzahlungen zu beantragen.
    Anerkennungsrichtlinie BAnz Nr. 186, 5. Oktober 2007, S. 7693 f.

2009

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September

Oktober

  • 28. Oktober 2009
    Wahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin, Bildung Kabinett Merkel II (CDU/CSU, FDP)

2011

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März

  • 28. März 2011
    Neufassung der Richtlinien der Bundesregierung über Härteleistungen an Opfer von nationalsozialistischen Unrechtsmaßnahmen im Rahmen des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes (AKG-Härterichtlinien)
    AKG-Härterichtlinie 2011 BAnz Nr. 52, 1. April 2011, S. 1229 f.

Juli

Dezember

2012

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November

  • 15. November 2012
    Die Artikel-2-Vereinbarung vom 29. Oktober 1992 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Conference on Jewish Material Claims Against Germany wird umfassend überarbeitet und neugefasst.
    Artikel-2-Vereinbarung 2012 hier nach: Homepage der Deutschen Botschaft Santiago de Chile

2013

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September

Dezember

  • 17. Dezember 2013
    Wahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin, Bildung Kabinett Merkel III (CDU/CSU, SPD)

2014

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Juli

August

  • 1. August 2014
    Zwischen dem Bundesministerium der Finanzen und der Jewish Claims Conference (JCC) wird eine Vereinbarung über die Einrichtung eines gemeinsamen Fonds für Einmalleistungen als Zuschuss für therapeutische, psychologische und medizinische Maßnahmen für als Kinder verfolgte jüdische Opfer (Child Survivor Fund) vereinbart.

2015

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Mai

  • 21. Mai 2015
    Erlass der „Richtlinie über eine Anerkennungsleistung für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene (ASK-Anerkennungsrichtlinie)“. Die Richtlinie ermöglicht es ehemaligen Angehörigen der sowjetischen Streitkräfte, die während des Zweiten Weltkriegs als Kriegsgefangene in deutschem Gewahrsam waren und sich zu einem Zeitpunkt zwischen dem 22. Juni 1941 und 8. Mai 1945 in einem deutschen Kriegsgefangenenlager aufgehalten eine einmalige Leistung in Höhe von 2500 € zu erhalten.
    ASK-Anerkennungsrichtlinie Bundesanzeiger AT, 14. Oktober 2015 B1

2017

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Januar

  • 1. Januar 2017
    Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium der Finanzen und der Jewish Claims Conference (JCC) über die Neufassung der Vereinbarung über die Gewährung von Mitteln an einen Fonds der JCC zur Finanzierung von häuslichen Fürsorgeleistungen für jüdische Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung (Homecare-Fonds).

September

2018

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März

  • 14. März 2018
    Wahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin, Bildung Kabinett Merkel IV (CDU/CSU, SPD)

2019

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Januar

  • 1. Januar 2019
    Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium der Finanzen und der Claims Conference über eine einmalige symbolische Zahlung an die Teilnehmer der Kindertransporte in den Jahren 1938 und 1939.

2021

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März

  • 31. März 2021
    Die Bundesregierung beschließt die „Richtlinie über Übergangsleistungen an hinterbliebene Ehegatten von NS-Opfern, die bis zu ihrem Tod eine Rente nach dem Bundesentschädigungsgesetz (BEG) oder laufende Leistungen aus dem Wiedergutmachungs-Dispositions-Fonds (WDF), nach § 5 des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes (AKG), nach den §§ 5 und 6 der AKG-Härterichtlinien oder aus dem Fonds für die von den Nürnberger Gesetzen Betroffenen (NGJ-Fonds) erhalten haben (Übergangsleistungsrichtlinie)“. Die Richtlinie gewährt hinterbliebenen Ehegatten für eine Übergangszeit von neun Monaten finanzielle Leistungen deren Höhe sich im Wesentlichen an der Mindestrente nach dem Bundesentschädigungsgesetz orientiert.
    Übergangsleistungsrichtlinie Bundesanzeiger AT vom 26. April 2021 B1

Juli

  • 1. Juli 2021
    Einrichtung eines Sonderfonds für regionalspezifische schwere Verfolgung (Region-specific Severe Persecution Fund – RSP-Fund) für jüdische Überlebende der Leningrader Blockade, jüdische Menschen, die in Frankreich während der Besatzungszeit versteckt überlebt haben oder die in Rumänien verfolgt wurden, aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium der Finanzen und der Claims Conference vom Mai 2021.

September

Dezember

  • 8. Dezember 2021
    Wahl von Olaf Scholz zum Bundeskanzler 
  • 15. Dezember 2021
    Bildung Kabinett Scholz (SPD, Grüne, FDP)

2025

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Februar

Mai